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Florida Miami / Miami Beach

Kubanische Kunst auf der Art Basel Miami Beach

Art Basel Miami Beach

Art Basel Miami Beach

Eine der wenigen kubanischen Waren, die man ganz offiziell in den USA kaufen kann, ist Kunst. Und der beste Umschlagplatz dafür ist Miami. Schon seit vielen Jahren ist Miami der Dreh- und Angelpunkt der hispanischen Gesellschaft in den USA, Und nun avanciert die Stadt zum wichtigsten Marktplatz für lateinamerikanische Kunst im Allgemeinen und für kubanische Kunst im Besonderen. Mehr als 40.000 Besucher kamen im letzten Jahr, das übersteigt schon wieder die Rekordzahlen von vor der großen Krise.

Auf der letzten Art Basel Miami Beach, dem an Glamour und VIPs beinahe überlegenen US-Ableger der renommiertesten aller Kunstmessen in der Schweiz, war es das Bild eines Kubaners, das nur wenige Stunden nach Öffnung bereits für mehrere Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es sich bei dem Kunstwerk um ein surrealistisches Bild handelte. Eine Kunstrichtung, die sich mit namhaften Vertretern wie Picasso und Dali von jeher größter Beliebtheit erfreuen.

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Angefangen als erste Kunstmesse der Stadt, geht die Art Basel Miami Beach im Dezember bereits ins zehnte Jahr. Jedes Jahr werden Galerien aus der ganzen Welt eingeladen, um ihre Werke zu präsentieren und natürlich um sie zu verkaufen.

Nur einen Katzensprung von dem wirtschaftlich aufstrebenden Brasilien entfernt, stellt die Messe zunehmend spannende neue Werke lateinamerikanischer Galerien aus. Gleich daneben buhlen die internationalen Galerien um die kaufkräftige Klientel des Kontinents in der Hoffnung auf gute Deals.

Warum die Art Basel in Miami Beach USA?

In einer Zeit, in der die Wirtschaft in Westeuropa und Nordamerika stark kriselt, und in Brasilien dagegen wächst, halten die Galerien Ausschau nach neuen Sammlern, um den Betrieb am Laufen zu halten, so Marc Spiegel, Co-Direktor der Art Basel.

Dabei fügt er hinzu, dass Art Basel Miami Beach, die nordamerikanische Schwester der Schweizer Messe, ganz bewusst wegen ihrer Lage und Nähe zu Lateinamerika ausgewählt worden ist. Es habe eine Weile gedauert, um den hiesigen Kunstmarkt auf zu bauen, aber die gegenwärtige wirtschaftliche Lage Lateinamerikas habe den Ausbau beschleunigt.

Und tatsächlich belegen die guten Verkäufe allein an vier Tagen Kunstmesse im Dezember, dass das weltweite Interesse stetig wächst. Sowohl für moderne als auch für zeitgenössische kubanische Kunst.

Beispielsweise die Galerie Cernuda Arte aus Florida. Die hat sich im letzten Jahr erstmals mit dem Schwerpunkt kubanische Künstler auf der Messe präsentiert. Schon in den ersten Stunden konnte sie einen PR-trächtigen Verkauf melden: Das Bild „Les Fiancés“ des surrealistischen kubanischen Malers Wifredo Lam (1902-1982) wechselte für 3 Millionen Dollar den Besitzer. Käufer war übrigens ein kubanisch-amerikanischer Sammler.

Im Unterschied zu allen anderen Waren ist Kunst sogar vom US-Embargo gegenüber Kuba ausgenommen. Somit darf mit Werken ganz frei zwischen den beiden Nationen gehandelt werden.

In dieser Hinsicht jedenfalls hat sich die Kunst schon aus den ideologischen Zwängen zwischen Kuba und den USA befreien können. Oder frei nach dem Maler Piet Mondrian: „Kunst steht über jeder Realität“.
(Susan, June 2011)

Weitere Infos hier beim Veranstalter…

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